Das Gewicht der Worte — Kapitel 4: Die Lüge

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Die Lüge

Aber Emil lernte auch die dunkle Seite der Worte kennen. Ein Händler kam ins Dorf und versprach den Menschen Reichtum. Er benutzte schöne Worte — „Gewinn”, „Sicherheit”, „Zukunft” — und die Menschen glaubten ihm. Sie gaben ihm ihr Geld, und er verschwand.

Emil sah, wie das Vertrauen der Menschen zerbrach. Einige wollten wieder schweigen. „Seht ihr?”, sagten sie. „Worte sind gefährlich. Sie lügen.”

Emil dachte lange nach. Dann sagte er: „Worte lügen nicht. Menschen lügen mit Worten. Das ist ein Unterschied. Ein Messer kann Brot schneiden oder jemanden verletzen. Das Messer ist nicht böse. Die Hand, die es führt, entscheidet.”

Die Menschen hörten zu. Langsam, sehr langsam, begannen sie zu verstehen, dass die Verantwortung nicht bei den Worten lag — sondern bei denen, die sie benutzten.

Cuvinte noi

Germană Română
der Händler negustorul
versprach a promis
der Reichtum bogăția
verschwand a dispărut
zerbrach s-a frânt
lügen mint
das Messer cuțitul
verletzen a răni

Întrebări de înțelegere

  1. Was versprach der Händler?
  2. Was sagten einige Menschen danach?
  3. Was sagte Emil über das Messer?

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